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Selbstorganisation

Das Wort ist in aller Munde, wir sollen uns alle selbst organisieren, um schneller, besser und innovativer zu werden. Die Arbeit soll Spaß machen, Hierarchien abgebaut und (agile) Teams auf Augenhöhe und in Zusammenarbeit mit dem Kunden den Wandel hin zu Spitzenleistung gestalten.

So weit so gut. Was bedeutet denn eigentlich „Selbstorganisation“? Ein Aspekt ist die Entscheidungskultur: das Team entscheidet über Sachverhalte, die klassisch der Hierarchie vorbehalten sind. Dies war auch ein Thema mit dem wir uns im Rahmen einer Abteilungsklausur auseinandergesetzt haben:

Zum Beispiel die Stellenbesetzung: Darf das Team (mit)entscheiden, wer zu welchem Team zugeordnet wird? Oder darf ich als Mitarbeiter mich selbst einem Team zur Mitarbeit anbieten? Kann dieses selbst entscheiden, ob die Zusammenarbeit dem Auftrag zu Gute kommt?

Oder das Team Budget: dürfen wir über dieses frei verfügen, ohne zusätzliches Einholen von Genehmigungen? Welche Regeln gelten für die Entscheidungsfindung im Team als auch mit der hierfür verantwortlichen Führungskraft?

Dazu bedarf es klarer Vereinbarungen. Und Vertrauen. Und natürlich auch eines Veränderungsprozesses von der klassischen Vorgehensweise hin zur Selbstorganisation.

Wie kommen wir dorthin?

Ich habe hier ein gutes Beispiel, schaut Euch diese Doku auf YouTube an: https://youtu.be/YDXwLpkpJPA

2011 übernahm Stephan Heiler die Geschäftsführung des vom Vater aufgebauten Betriebs. In einem grundlegenden Veränderungsprozess baute er Schritt für Schritt gewachsene Hierarchien ab. Heute sind alle Mitarbeiter eingeladen, die Firma gemeinsam aktiv zu gestalten und daran zu wachsen. Der Prozess war und ist nicht einfach – alle Beteiligten müssen sich selbst reflektieren, Selbstverständlichkeiten hinterfragen und sich auf Neues einlassen. Und manch einer ist den Weg nicht mitgegangen.

 

Ob das in einem Konzern so auch möglich ist? Auch ein Konzern besteht aus kleinen überschaubaren Einheiten und viele Abteilungen haben Freiheiten, sich selbst zu organisieren. Dort wo es zu Reibung und Schwierigkeiten kommt ist der Konsens gefragt, die kritische Diskussion und Entscheidungsfindung im Sinne der guten nachhaltigen unternehmerischen Lösung, dem Business Value. Wir müssen nur mal anfangen und Muster brechen.

Ich bin gespannt auf Eure Gedanken!

„Selbstorganisation im Mittelstand – von einer patriarchalischen Firma zu Unternehmensdemokratie“ entstand während des „EnjoyWorkCamp 2015“ an dem ich neben Stephan Heiler und Gebhard Borck viele interessante Menschen kennengelernt habe: http://www.arbeitswelten-lebenswelten.de/enjoyworkcamps/dokumentation/enjoyworkcamp-2015-Stuttgart

20160305_Selbstorganisation_Stephan

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Kommentare zu: "Selbstorganisation" (3)

  1. […] Anregung:     greencommongood /     Selbstorganisation […]

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  2. Ganz wichtige Impulse – Merci !
    Ich habe sie auf meinem Blog verlinkt:
    https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2018/12/01/zielvereinbarung-essential-wirtschaft-2/

    Könnt Ihr Euch ein umsetzungs-förderliches Feedback vorstellen ? Wär schön…

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  3. […] Anregung: Selbstorganisation […]

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